Schokomuffins im Eierkarton

Ein Eierkarton voller Überraschungen

Mini Schokomuffins

Ich wollte gerade einen leeren Eierkarton in die Papiertonne werfen, als ich plötzlich eine Idee hatte. Wäre es nicht besser, wenn ich diese Schachtel noch für etwas anderes verwenden könnte, bevor sie endgültig in der Tonne landet?

Papier als Material an sich hat mich schon immer fasziniert und inspiriert, daher fällt es mir auch so schwer, es einfach so wegzuwerfen. Ich nahm mir also vor, auch für diesen Eierkarton einen neuen Verwendungszweck zu finden.

Ich liebe es zu basteln, kleben, modellieren, kneten, umrühren…allerdings muss dabei etwas Sinnvolles herauskommen, das, wenn auch zeitlich begrenzt, einen Nutzen hat, wie z.B. die Verzierung eines Geschenks…oder eines Kuchens….

Daher musste ich auch für diese Schachtel irgendeine nützliche Verwendung finden. Einfache Basteleien wie z.B. ein Hase mit einer hübschen Schleife, der anschließend aber nur im Regal steht, kommen für mich nicht in Frage.

Ein Eierkarton? Ein Rezeptblog? Da sollte doch was zu machen sein.

Da ich dies bereits einmal ausprobiert hatte, wusste ich, dass das Papier  allgemein mindestens bis 180°C hitzebeständig ist. Das ist also schon einmal kein Hindernis.

Warum den Eierkarton also nicht einfach als Backform verwenden? Man könnte damit kleine Muffins herstellen, die klein genug sind, um beim Verzehr kein allzu schlechtes Gewissen zu haben, jedoch groß genug, um die Lust auf etwas Süßes zu stillen, die einen manchmal überkommt (das passiert mir regelmäßig selbst, einfach schrecklich!).

Na also, da haben wir doch schon eine Idee! Ein weiterer Vorteil: der Eierkarton dient einerseits als Backform und gleichzeitig als Transportschachtel. Und Backpapier ist wunderbar für die Förmchen

Schokomuffins
Backpapier für dien Förmchen
Schokokuchen im Eierkarton
Backpapierquadrate schneiden

Die einzelnen Vertiefungen des Eierkartons lege ich also zusätzlich mit Backpapier aus.

Hierfür habe ich 10 Quadrate aus Backpapier ausgeschnitten, die eine Seitenlänge von jeweils ca. 10cm haben (kleiner sollte sie auf keinen Fall werden, da sonst der Teig eventuell übertreten kann, diese Sauerei wollen wir möglichst vermeiden).

Mit Hilfe eines Flaschenhalses (der nicht zu dünn sein sollte) habe ich die Backpapierquadrate vorgeformt, um sie danach in den Vertiefungen zu platzieren. Hierfür kann man einfach die ausgeschnittenen Quadrate oben auf den Flaschenhals legen und die Seiten nach unten streifen.

Papierförmchen
Die Papierförmchen über den Flaschenverschluss formen
Papierförmchen selber machen
so sieht es von oben aus
Backpapierfömchen
Die Papierförmchen nach und nach in des Vertiefungen drücken

Verwendet man einen Löffel zum Befüllen der Vertiefungen, kann einiges daneben gehen. Um dies zu vermeiden, habe ich den Teig in einen einfachen Plastikbeutel gefüllt, den ich als Spritzbeutel verwenden kann. Das Loch, das man durch Abschneiden einer Ecke erhält, sollte dabei relativ klein sein, damit man die Menge des Teigs gut kontrollieren kann…jedoch sollte es auch groß genug sein, damit man nicht den ganzen Tag damit verbringt.  Eine 1/2cm große Öffnung sollte genau richtig sein.

Schokomuffins im Eierkarton
Einen Gefrierbeutel als Spritztüte umfunktionnieren

So kann man ganz einfach ein Kästchen nach dem anderen mit dem Schokoteig befüllen.

Schokoküchlein
Papierformen befüllen

Stimmt, ich habe Euch ja noch gar nicht genau verraten, was ich mir als Rezept ausgesucht habe. Ich habe mich letztendlich für  weiche saftige Schokoküchlein entschieden, da sie

1) extrem lecker sind und sie

2) sehr schnell fertig sind.

Genau das richtige für dieses spaßige Backvorhaben.

Das Rezept für die Schokoküchlein:

(Ergibt 20 kleine Küchlein, also genau 2 10er-Eierkartons voll)

125g Mehl

190g Zucker

3 Eier

125g Butter (oder pflanzliche Margarine)

155g Schokolade

 

-Mehl, Zucker und Eier vermischen.

-Die Butter zusammen mit der Schokolade in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen.

-Das Schokoladen-Butter-Gemisch zu den anderen Zutaten geben.

Man kann es hierbei belassen, ich jedoch mag es noch schokoladiger, daher füge ich noch folgendes hinzu:

1-2 Löffel Kirschwasser, Rum oder Milch ( kann auch Mandel-oder Sojamilch sein)

1 EL Kakaopulver

-Einfach das Kakaopulver mit dem Kirschwasser, dem Rum oder der Milch verrühren und anschließend mit dem Rest vermischen.

Für dieses Rezept wird kein Backpulver benötigt.

Für 15 bis 20 Minuten bei 170° backen.

Die Oberfläche der fertigen Schokoküchlein kann etwas rissig sein. Wenn man diesen rustikalen Aspekt mag, kann man die Küchlein so belassen, ich habe mich aber dazu entschieden, die Risse mit einer Schokoglasur zu verdecken. Hierfür sollte man abwarten, bis die Küchlein ausreichend abgekühlt sind, da die Glasur sonst überlaufen  kann.

Schokoküchlein
Die Oberfläche ist etwas rissig

Glasur

50g Schokolade

5 EL Milch oder Sahne

-Die Schokolade zusammen mit der Milch oder Sahne schmelzen lassen und solange langsam rühren, bis eine homogene Masse entsteht.

Auch für das Auftragen der Glasur kann man einen Plastikbeutel verwenden, von dem man eine Ecke abschneidet.

Mini Schokomuffins
Die Oberfläche ist sehr rustikal 🙂

Es ist vorteilhaft zu warten, bis die Schokolade nicht mehr ganz so flüssig ist. Dann kann man die Glasur beispielsweise spiralförmig auftragen.

Mini Schokomuffins
Die nicht mehr ganz flüssige Glasur spiralförmig auftragen

Zusätzlich kann man eventuell (muss aber nicht, finde ich) weitere Verzierungen wie z.B. kleine bunte Bonbons oder farbige Kugeln und Blumen aus Marzipan verwenden.

Schokomuffins im Eierkarton
Mit Zuckerperlen oder Ähnliches verzieren

Möchte man die Schokoküchlein verschenken, bietet es sich an, der Deckel der Schachtel von außen hübsch zu dekorieren.

Mir hat das Ganze auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe sehr, dass es Euch genauso geht, wenn Ihr mein Rezept ausprobiert.

Übersetzung Katrina Klier

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