französische kreps

Der Schlüssel zum Erfolg

Crêpe
crêpe

Crêpes-Teig Rezept

Ein einfaches Rezept ohne Schnickschnack

Mein Gott, wie langweilig, das kann doch jeder!

Eben nicht… Jeder kann mehr oder weniger dicke, klebrige, elastische Crêpes machen, aber ein gutes, unfehlbares Basisrezept für dünne Crêpes, die nicht auseinanderfallen oder am Pfannenboden haften bleiben, hat nicht jeder. Und weil sich jemand eben so ein Rezept gewünscht hat…hier ist es :).

Der Umgang mit Zahlen liegt mir nicht besonders… und das ist eigentlich noch untertrieben. Ich kenne noch nicht einmal meine eigene Telefonnummer auswendig… das ist mir aber auch ziemlich egal. Wofür gibt‘s denn heutzutage Smartphones: Möchte ich meine Nummer nachschlagen, kann ich das innerhalb von ein paar Sekunden machen. Möchte ich meine Nummer jemanden mitteilen, ruf ich denjenigen einfach an und ihm wird sofort meine Nummer auf dem Display angezeigt.  Warum sollte man also seine zerebrale Festplatte mit unnötigen Zahlen belasten? Es gibt doch wahrlich wichtigere Sachen, die man sich merken muss. Tatsache ist, dass man sich die Sachen, die einem persönlich wichtig erscheinen oder am Herzen liegen, eh viel leichter merken kann.

Das Gleiche gilt im Prinzip auch für Rezepte.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, gute einfach zu merkende Basisrezepte zu haben, die man bis zum Unendlichen vervielfachen kann, je nachdem wie viele Gäste man hat,  oder welche Menge man machen möchte.

Da gibt es solche, bei denen die Zutaten aufs Gramm genau abgewogen werden müssen. Diese Rezepte sind meistens so kompliziert, dass nicht einmal die Zutatenliste im Gedächtnis bleibt. Normalerweise kommen diese Rezepte nur bei besonderen Anlässen zum Einsatz. Wie bei einer Zeremonie wird hierbei das Rezept Schritt für Schritt genauestens befolgt und entsprechend zelebriert. Es ist also keinesfalls notwendig, diese Rezepte auswendig zu kennen.

Im Gegensatz dazu gibt es aber auch alltägliche Rezepte, die man fast mit geschlossenen Augen zubereiten kann, da man sie bereits in- und auswendig kennt. Meistens sind das alte Familienrezepte, mit denen man bereits von klein auf vertraut ist. Je nach Lust und Laune (oder je nachdem was man noch im Kühlschrank findet) ändert man diese ein wenig ab und schon hat man ohne großen Aufwand ein leckeres Gericht gezaubert.

Dann gibt es auch noch bestimmte Grundrezepte. Diese sind eigentlich nicht besonders kompliziert, jedoch können schon kleine Änderungen das Endergebnis beeinflussen. Daher möchte man diese Rezepte am liebsten auswendig kennen, um sie auch jederzeit zubereiten zu können, wenn man mal kein Rezeptbuch oder Tablet zur Hand hat.  Viele dieser Rezepte lernt man, wenn man anfängt zu kochen,  und einige davon gehen durch das stetige Üben fast automatisch in das persönliche Repertoire an alltäglichen Rezepten über. Damit man sich die Rezepte leichter merken kann, sind einfache Mengenangaben und ein logischer, nachvollziehbarer Zubereitungsvorgang von Vorteil.

Wenn man versteht was man tut, behält man es auch automatisch besser im Gedächtnis

Das ist, denke ich jedem klar.

Für mich ist der Schlüssel zum Erfolg die Zahl 1.

Allerdings funktioniert dies natürlich nicht für alle Rezepte. Eine weitere Möglichkeit ist es, von allen Zutaten, wenn möglich, die gleiche Menge zu verwenden, wie beispielsweise in meinem Rezept für selbstgemachte Gemüsebrühe, oder eine zunehmende Zahlenfolge (1, 2, 3), wie z.B. in dem Rezept für Kaiserschmarrn, zu verwenden.

Kommen wir nun zu dem Rezept für hauchdünne Crêpes, das der Einfachheit halber auf der Zahl 1 basiert. Dabei beginnen wir mit den kleinsten Mengenangaben und kommen allmählich, durch das Hinzufügen von ein paar Nullen, zu den größeren Mengenangaben:

die Zahl 1

1 Prise Salz

1 TL Zucker

1 TL Öl

1 TL Rum (nicht unbedingt notwendig, macht das Ganze aber besser 🙂 ) oder Orangensaft (auch gut)

1 Ei (oder 1 Eßlöffel Sojamehl in einem Teelöffel Wasser verdünnt)

100g Mehl

100 ml Milch (tierische oder pflanzliche)

100 ml Wasser

Vorgehensweise bei der Zubereitung um Klumpen im Teig zu vermeiden:

  • Zunächst alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen:

Salz, Zucker und Mehl

  • In der Mitte eine Mulde formen und die kleine Menge

Öl und Rum hineingeben.

Damit sich das Öl schön im ganzen Teig verteilt benötigen wir noch einen Emulgator. In unserem Fall das Lecithin aus dem Ei (dies kann man gegebenenfalls auch durch Soja-Lecithin aus dem Sojamehl ersetzen).

-Im nächsten Schritt wird daher also das Ei in die Mulde gegeben. Anschließend wird langsam alles bereits etwas miteinander vermischt, wobei nach und nach ein Teil des Mehls vom Rand mit untergemischt wird,  bis dieser « Vorteig » etwas dicker wird.

  • Wasser und Milch in einer anderen Schüssel mischen.

  • Nach und nach wird die Flüssigkeit hinzugegeben, dabei wird weiterhin unter kreisenden Bewegungen von außen das Mehl untergemengt. Es ist wichtig, darauf zu achten, nie zu viel Flüssigkeit auf einmal hinzuzufügen.

Wenn das gesamte Mehl im Teig ist (jedoch noch nicht die gesamte Flüssigkeit) ähnelt das Ganze einem Rührteig.  Nun muss der Teig solange kräftig gerührt werden, bis er schön glatt ist. Da der Teig relativ dickflüssig ist, sollte dies eigentlich leicht von der Hand gehen.

Sobald keine Klumpen mehr vorhanden sind, kann die Restflüssigkeit hinzu gegeben werden. Anschließend noch etwas weiter rühren.

Mit dieser Teigmenge erhält man 4 tellergroße Crêpes (und eine kleine zum ProbierenwlEmoticon-winkingsmile.png). Für größere Mengen kann man dieses Grundrezept ganz einfach mit 2, 3 (für ein Dutzend) oder sogar mehr multiplizieren.

Die Pfanne vorher erhitzen (wichtig)

Mit etwas Öl bepinseln

Eine (nicht zu große) Kelle Teig in die Pfanne geben und mit einer schnellen Kreisenden Bewegung überall verteilen.

Auf mittlere Hitze backen.

Den Rand rundherum lösen und die Crêpe wenden.

Es ist nicht viel Öl (bei manchen Pfannen sogar gar keinen) notwendig, da es in dem Teig welches gibt.

Dünnes Crêpes
Dünnes Crêpe

Wir essen sie am liebsten mit Zitrone. Damit sie nicht zu süß werden, einfach mit Zucker einen Strich in der Mitte machen und diesen Strich mit Zitrone beträufeln.

Den Crêpe zusammenklappen und rollen.

Ohne Zucker (aber nicht ganz, sonst sieht es sehr blass aus) und Rum, kann man sie auch mit salzigen Füllungen genießen.

Sollte der Teig mit der Zeit etwas dicker werden, einfach mit etwas Milch verdünnen. Er soll auf jeden Fall flüssig bleiben. Die Crêpes werden sonst zu dick.

Bis bald zum nächsten Rezept!

französische kreps

Übersetzung Katrina Klier

 

 

 

 

 

 

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